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Auslandseinsätze beenden! Aktionsberichte
Aktionswoche 1. bis 9. Mai
Nach einer Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen ist die Aktionswoche der DFG-VK für die Beendigung des Afghanistan-Krieges zu Ende gegangen. Vom 1. bis 9. Mai informierten Aktive der DFG-VK und andere Friedensbewegte die Bevölkerung über Hintergründe, konfrontierten die Politiker der kriegsbefürwortenden Parteien mit der Forderung nach einem Ende des Bundeswehreinsatzes am Hindukusch und stellten die Alternativen der Friedensbewegung zur Diskussion. 49Schon bei vielen Kundgebungen zum 1. Mai war die Friedensgesellschaft mit Infoständen vertreten.

In elf Städten in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern fanden gut besuchte Diskussionsveranstaltungen mit den Referenten 50Andreas Zumach (Journalist), 52Christof Hörstel (Journalist)und Monty Schädel (DFG-VK Geschäftsführer) statt. Dabei wurde auf die Gefahr eines eskalierenden Krieges in Afghanistan hingewiesen, die Ausweglosigkeit des militärischen Weges dargestellt und über nicht-miliärische Lösungsvorschläge diskutiert.51














Spektakulär waren die Aktionen der DFG-VK München mit der Enthüllung eines Transparentes am Rathaus der bayrischen Landeshauptstadt und einer Picket-Line zwischen den Parteibüros der SPD und der Grünen.53 55Hier wurde auf die Verantwortlichkeit dieser Parteien verwiesen, die den Bundeswehreinsatz im Hindukusch vor sieben Jahren auf den Weg gebracht haben und nun in der Verantwortung stehen, im Bundestag Konsequenzen aus der desolaten Entwicklung zu ziehen.
Am 8. Mai erschien in der Frankfurter Rundschau und im Neuen Deutschland eine Anzeige mit der Forderung „Verhandeln statt schießen – Afghanistankrieg beenden“. Siewar von über 250 Personen unterzeichnet, unter ihnen Prominente wie Johan Galtung, Andreas Buro, Konstantin Wecker, (s. Download unten)
Die Aktivitäten der Friedensbewegung gehen weiter. Für den 7./8. Juni steht in Hannover ein großer Afghanistankongress mit internationalen Referenten an. (siehe Link unten)


linkAnzeige-080508-FR.pdf
linkhttp://www.afghanistan-kongress.de/
Friedensaktion vor Landesparteitag der NRW-SPD am 4. April 2008
46Mit einer Mahnwache vor dem Eingang zum Landesparteitag der NRW-SPD in Düsseldorf machte die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinige KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) auf die Mitverantwortung der Sozialdemokraten für den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan und anderen Teilen der Welt aufmerksam. Vor dem Transparent "Stell Dir vor es ist Krieg und Du bist dafür!?" erwarteten Aktive der DFG-VK und andere Friedensaktivisten die Delegierten, überreichten ihnen Argumente für eine Strategiewechsel in Afghanistan und sammelten Unterschriften unter eine Petition an die Bundestagsabgeordneten.

"Hier bei der SPD sind wir an der richtigen Adresse, um unserer Protest 47auszudrücken. Die SPD hat die deutsche Beteiligung am Krieg erst ermöglicht und drückt sich auch heute noch davor, klar gegen den Krieg Stellung zu beziehen." erklärte DFG-VK Bundes- geschäftsführer Monty Schädel gegenüber Medien und SPD-44Delegierten während der Mahnwache. Mit der Aktion wolle man aber auch, so Schädel, Kriegskritiker gerade in der NRW-SPD in ihrer Position stärken und die Diskussion in der Partei voranbringen. Die Chance, Abgeordnete im Bundestag über den Druck ihrer Landesverbände und Basis zu einer Ablehnung der im Herbst anstehenden Verlängerung des Bundeswehreinsatzes zu bewegen, sind nicht die schlechtesten. so der Friedensaktivist.

45Joachim Schramm, DFG-VK Landes- geschäftsführer in NRW, verwies darauf, dass die vor dem Waffengang gesteckten Ziele auch nach fast sieben Jahren Krieg in Afghanistan nicht erreicht worden sind. "Für uns war dies vorher klar, denn mit Soldaten und Krieg ist der Aufbau von Freiheit und Demokratie nicht möglich. Doch obwohl dieses alles absehbar war und täglich deutlicher wird, halten Regierung und Militärs in der Bundesrepublik gegen den Willen von mehr als 60 Prozent der Bevölkerung an ihren Kriegsstrategien für Afghanistan fest."

Die DFG-VK kündigte an, mit vergleichbaren Aktionen an den jeweiligen Landesparteitagen der SPD und der Grünen im gesamten Bundesgebiet präsent zu sein. Nach Ansicht der Friedensorganisation seien bei diesen
Parteien die Möglichkeiten für einen Meinungswandel am größten.

Zehntausend gegen Afghanistan-Einsatz auf der Straße
35Gut zehntausend Menschen aus der ganzen Bundesrepublik haben am 15. September in Berlin an der Demonstration gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr teilgenommen. Auch wenn die Teilnehmerzahl damit hinter den Erwartungen zurückblieb, war es eine bunte, kraftvolle und motivierende Demonstration. Sie gibt Rückhalt und Motivation, in den folgenen Wochen weiter gegen die Mandatsverlängerung im Bundestag aktiv zu sein. 36In den Redebeiträgen wurde die Bandbreite der Argumente gegen den Afghanistankrieg nachhaltig deutlich gemacht. Der kurzfristig zustande gekommende Beitrag des pakistanischen Schriftstellers Tarik Ali spannte den Bogen zu den Anti-Vietnamkriegsprotesten an gleicher Stelle vor vierzig Jahren. Mohssen Massarrat verwies darauf, dass das NEIN zum Militäreinsatz in Afghanistan selbstverständlich nicht bedeute, die Menschen dort einem ungewissen Schicksal zu überlassen. Ganz im Gegenteil müßten parallel zum Rückzug der Truppen Verhandlungen mit allen 37relevanten Kräften in Afghanistan gestartet werden mit dem Ziel, rasch eine stabile Übergangsregierung zu bekommen. Massarrat verwies auch auf den weiterhin drohenden US-Angriff auf den Iran und somit auf den nächsten schweren Konflikt in der Region. Die Afghanin Tahern Cahms führte aus, dass auch heute durch die vom Westen unterstützen Kriegsherren und Clanführer die Rechte der Frauen missachtet und nicht etwa durch die Besatzungstruppen gewahrt würden. 38Horst Schmitthenner von der IG-Metall stellte den Zusammenhang her zwischen den Unsummen, die für die Umrüstung der Bundeswehr und die Auslandseinsätze ausgegeben würden sowie den fehlenden Geldern im Sozialbereich. Alle Redetexte hier:

linkhttp://www.afghanistandemo.de/demonstration.htm
Aktion bei der Kieler Woche
34Bei der Kieler Woche präsentiert sich alljährlich auch die Bundesmarine, die mit neuen, superteuren Fregatten, Korvetten und U-Booten dabei ist, "deutsche Interessen" in aller Welt zu sichern. Für die Kieler Gruppe der DFG-VK immer wieder ein Anlaß, vor einem vielfältigen Publikum gegen Krieg und Militär zu protestieren. In diesem Jahr war Afghanistan das Thema. Phantasievoll wurde auf die Unterschriftensammung unter die Petition "Kein Mandat für den Krieg in Afghanistan" hingewiesen.
Unterschriftensammlung bei der G8-Demonstration
„Die G8-Staaten sind verantwortlich für 90% der weltweiten Waffenexporte und eine neue Ära von Rohstoffkriegen. Sie sind Vorreiter einer auf Krieg gestützten Weltordnung, die in vielen Ländern zu Flucht, Vertreibung, neuem Hass und Gewalt führt.“ 33So stand es im Aufruf zur Demonstration gegen den G8-Gipfel in Rostock am 2. Juni. Es war also auch für die DFG-VK klar, dass sie an dieser Demonstration teilnehmen würde, mit einem auffälligen Infostand mit einem zum Friedenssymbol umgestalteten Panzer und mit Infomaterialien. Das DFG-VK Mitglied Tobias Pflüger war einer der Redner bei der Auftaktkundgebung. Ein wichtiger Punkt war die Unterschriftensammlung unter unsere Petiton "Kein Mandat für den Krieg in Afghanistan". Es ist wichtig, diese inhaltlichen Schwerpunkte des G8-Protestes zu betonen, da viel zu viel durch die Debatte um die Auseinandersetzungen am Rande der Veranstaltung verdrängt wurde.
Evangelischer Kirchentag
Ablehnend stand eine Vielzahl von Besuchern des diesjährigen evangelischen Kirchentages einer Verlängerung des Bundeswehr-Mandats für Afghanistan gegenüber. Unter eine Kirchentagsresolution sammelte die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) auf dem Markt der Möglichkeiten über 3300 Unterschriften, SIe überschritt damit deutlich die erforderliche Marke, um die Forderung als Resolution des Kirchentages anerkannt zu bekommen.
30Mit einer Ausstellung „Schritte zur Abrüstung – Gewaltfrei handeln“ und einer hölzernen Zielpyramide erweckte die Organisation viel Aufmerksamkeit. Mit der Zielpyramide verwies die Friedensgesellschaft auf den Tornadoeinsatz der Bundeswehr: „Noch bombardieren Tornados nur Zielpyramiden.“
Der Erfolg auf dem Kirchentag gibt Schwung für die Weiterführung ihrer Aktivitäten mit dem Ziel, bis zum Herbst eine breite Unterstützung für eine Petition an den Bundestag zur Beendigung des Afghanistan-Mandats zu erreichen

Kein Mandat für Afghanistan
Auch bei den Ostermärschen wurden Unterschriften gegen eine Verlängerung des Mandats der Bundeswehr für Afghanistan gesammel. Hier Aktive der DFG-VK Nordrhein-Westfalen beim Ostermarsch Rhein/Ruhr in Düsseldorf 32

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